Klapp-Schreibtisch

Platzsparender Heimarbeitsplatz

In der krisenbedingten Homeoffice-Zeit mussten auch wir feststellen, dass das regelmäßige Arbeiten zwischen Küchentisch und Wohnzimmer auf Dauer nicht praktikabel ist. So entstand die Idee, einen kleinen Arbeitsplatz zu gestalten der bei Bedarf schnell aufgebaut und auch ebenso einfach wieder verschwunden ist.

Korpus

Zum Bau des Klappschreibtisches nutzten wir überwiegend Esche-Leimholzplatten aus dem Baumarkt.
Zunächst einige Bilder vom äußeren Korpus. Die einzelnen Bretter werden durch verleimte Zinkenverbindungen zusammengehalten.

Innen

Im Inneren wurden Zwischenböden, sowie Fächer für die Steckdosen montiert.

Rückwand

Als Rückwand nahmen wir eine 9mm starke Birke-Multiplexplatte. Die Vorderseite (Schrankinnenseite) ist weiß lakiert, um den Schrank im aufgeklappten Zustand etwas heller erscheinen zu lassen.
Um die Rückwand zu montieren, frästen wir zuvor eine Nut in den Korpus, wo sich die Multiplexplatte leicht einsetzen lies. Da der gesamte Schrank am Ende durch die Rückwand hindurch an der Wand verschraubt werden soll, musste die Rückwand stabil mit dem Korpus verbunden werden.

Technik

Zentrales Element im Inneren des Schrankes ist der schwenkbare Monitor. Hierfür montierten wir einen handelsüblichen Monitorhalter.

Außerdem wurden mehrere Steckdosen verbaut. Die versteckt angebrachte Steckdose unter dem oberen Ablageboden, ist für das Steckernetzteil des Monitors vorgesehen. Zwei weitere Steckdosen mit USB-Buchse im unteren Teil sind zum Einstecken von Laptop und Co gedacht. Rechts davon befindet sich ein Lichtschalter (für die Schwanenhalsleuchte), sowie ein Hauptschalter.
Achtung: Die Verkabelung der Steckdosen usw. muss natürlich durch eine qualifizierte Fachkraft erfolgen!

Die Rückwand ist von der Rückseite des Kastens noch etwa 1cm versenkt. So bleibt genügend Platz, um alle Kabel (auch HDMI, Netzwerk, usw.) unsichtbar hinter der Rückwand verlaufen zu lassen.

Tischplatte und Beine

Die Beine, die die Tischplatte im aufgeklappten Zustand halten sollen, bestehen aus Kanthölzer, die mittels einer Zapfenverbindungen zu einer stabilen U-Form verleimt wurden. Daran wurde dann mit kleinen Schwerlast-Scharnieren die Tischplatte “aufgehangen”. Die Scharniere sind in der Tischplatte versenkt eingesetzt, so dass diese im aufgeklappten Zustand nicht mehr sichtbar sind.
Ich denke, auf den diversen Fotos wird deutlich, wie der Klappmechanismus funktioniert. Ist die Tischplatte hochgeklappt, liegen die Beine bündig um die Tischplatte herum.

Aufhängung

Die Montage an der Wand erfolgte über lange Schrauben, die durch die Rückwand hindurch in die Hauswand gedreht wurden. Dazu war es notwendig an den betreffenden Stellen kleine Holzplättchen als Abstandshalter auf der Rückseite des Kastens zu befestigen (da die Rückwand für die Verkabelung ja leicht nach innen versetzt montiert ist).
Die Schraubenköpfe wurden einfach mit passenden Abdeckkappen versteckt.

Fertig!

Auf der kleinen Ablage rechts über dem Monitor habe ich noch einen kleinen Router installiert. HDMI- und Netzwerkkabel zum Anschluss an den Laptop verschwinden hinter einer Klappe neben den Steckdosen.

Wie gefällt euch unser Design? Vielleicht dient es ja dem ein oder anderem als Anregung.

WOODWORKING

Neuer Kommentar