5 Tage auf dem West Highland Way durch Schottland

West Highland Way

Tag 1: Ankunft Flughafen Edinburgh

Da wir nur 5 Tage zum Wandern hatten, entschieden wir uns den Anfang des West Hightlandways auszulassen und in der Nähe von Drymen zu starten (dieser Teil vom Weg erschien uns nach vorheriger Recherche attraktiver).
Drymen ist vom Flughafen per Bus erreichbar. Hierzu muss man zwangsläufig in Glasgow am Busbahnhof umsteigen.
Wir hatten zuvor im Internet schon einen Outdoorladen in Glasgow ausgemacht, der Gaskartuschen verkauft (da der Transport im Flugzeug nicht möglich ist). Gut 20 min vom Busbahnhof entfernt, konnten wir uns dort für die Tour eindecken bevor wir den nächsten Bus nahmen.
Unsere erste Nacht verbrachten wir dann auf einem winzigen Campingplatz kurz vor Drymen.

Glasgow

Tag 2: Drymen nach Balmaha

Unsere erste Etappe am nächsten Tag begann mit dem typischen schottischen Regenwetter. Dazu ein Sturm, der unsere Regenkleidung praktisch überflüssig machte.

Nachdem wir über einen kleinen Berg endlich Drymen erreicht hatten, sagte man uns dort im Nationalpark-Center, dass der geplante Campingplatz, wo wir hin wollten, wegen Überschwemmung geschlossen hat. Man empfahl uns ein kleines Hostel im Ort, das wir kurzentschlossen auch nahmen. Froh, dort unsere Kleidung trocknen zu können und entspannt in der Küche etwas warmes zu kochen.
Damit endete unsere erste Etappe kürzer als gedacht.

Unsere Unterkunft in Balmaha

Tag 3: Balmaha nach Inversnaid

Diese Etappe sollte die einzige werden, während der wir keinen Regen hatten. Wir legten fast die doppelte Wegstrecke zurück, wie am vorherigen Tag.
Ab Balmaha führt der Weg entlang Loch Lomond und bietet immer wieder schöne Blicke auf den See.

Wir hatten geplant auf unserer Tour vollkommen autark unterwegs zu sein. Zelt+Schlafsäcke, sowie Gaskocher und Essen rationiert für 6 Tage hatten wir dabei. Lediglich unseren Wssservorrat mussten wir zwischenzeitlich auffüllen (kein Problem bei den Campingplätzen und Hotels auf dem Weg).

Auf einem Großteil des West Highland Way ist Wildcamping erlaubt. Lediglich zwischen Drymen und Ptarmigan Lodge (Nördlich von Rowardennan) ist es verboten. Hier verlassen wir gerade diesen Teil vom Weg.

Die erste Nacht in freier Natur. Nach langem Marsch ein sehr schöner Platz für die Nacht.

Tag 4: Inversnaid nach Inverarnan

Diese Etappe war die “anspruchsvollste”. Der Weg ist hier unebener und es geht immer wieder über Steine auf und ab. Im Allgemeinen ist der Weg aber wirklich sehr leicht zu gehen.

Wieder Regen am nächsten Tag

Kochen bei Regen in der winzigen Apsis des 2-Personenzeltes

Nachdem der Regen an diesem Tag gar nicht aufhörte, beschlossen wir nur eine kurze Etappe zu machen und fanden schließlich diesen schönen Platz kurz hinter Inverarnan:

Schöner Zeltplatz mit lautem Wasserrauschen (ca. 10 min nördlich vom Campingplatz Beinglas Farm)

Tag 5: Inverarnan nach Tyndrum

Am nächsten Morgen sahen wir einen Ansatz von Sonnenschein und schafften es tatsächlich vor dem nächsten Regen unsere Kleidung zu trocknen. Direkt viel motivierter starteten wir schließlich unsere heutige Etappe.

Schnell die Kleidung trocknen vorm nächsten Regen

Der Weg war super markiert. Das offizielle Zeichen des WHW

Kurz vor Tyndrum sieht es mit guten Plätzen zum Zelten rar aus. Das Gelände ist eher ungeeignet. Als wir schließlich schon den Ort erreichten, entschieden wir uns für den offiziellen Campingplatz und nutzten nochmal die damit verbundenen Vorzüge (wie eine warme Dusche).
Plätze zum Wildzelten finden sich aber gut 5min nach dem Campingplatz, wenn man den WHW noch ein kleines bisschen weiter geht.

Tag 6: Tyndrum nach Brigde of Orchy

Leider schon unsere letzte Etappe. In Tyndrum hatten wir uns in der Touristeninformation nach möglichen Bussen für die Rückfahrt erkundigt (dort konnten wir auch direkt eine Fahrkarte kaufen). Wir entschieden uns den Bus ab Bridge of Orchy am nächsten Tag zu nehmen (nur eine kurze Tagesetappe bis dahin, aber bis zur nächsten Haltestelle wäre es sonst zu weit gewesen).
Die letzte Etappe war nochmal sehr schön. Während wir anfangs meist am Loch Lomond vorbeigingen, wird die Landschaft hier etwas karger und bergiger. Man sieht die Ausläufer der Highlands.

Bridge of Orchy besteht eigentlich fast nur aus einem Hotel (dort fährt auch der Bus ab). Dahinter (auf der anderen Uferseite) ist eine schöne Wiese zum Biwakieren.

In der letzten Nacht gab es Frost

Tag 7: Edinburgh

Der Bus am nächsten Morgen brachte uns dann, wieder mit Umstieg in Glasgow, bis nach Edinburgh.
Hier hatten wir uns im “Castle Rock Hostel” (empfehlenswert) bereits zwei Betten für die Nacht reserviert. Unser Flieger ging am Nachmittag des nächsten Tages und wir nutzen die Zeit um uns die Stadt noch ein wenig anzuschauen.

Tag 8: Abflug

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