Eine 3,5-wöchige Reise von Süd nach Nord

Vietnam

Reiseroute

Landkarte

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Im Februar 2017 flogen wir in den Vietnam. Eine beeindruckende Reise in ein für uns unbekanntes Land. Innerhalb von ca. 3 1/2 Wochen reisten wir einmal komplett von Süd nach Nord, von Ho-Chi-Minh-Stadt in die Hauptstadt Hanoi.

Einblick in ein Nachtleben ganz anderer Art: Kurze Erkundungstour am Abend unserer Ankunft durch Ho-Chi-Minh

Cần Thơ im Mekong-Delta

Nachdem wir die erste Nacht nach Ankunft am Flughafen erstmal in einem Hostel in Ho-Chi-Minh verbracht hatten, ging unsere Reise am nächsten Tag schon weiter: Der Bus, den wir vom Hostel aus gebucht hatten, brachte uns nach ca. 4 Stunden (inkl. Umsteigen und Pausen) in den Südwesten Vietnams direkt nach Cần Thơ, der größten Stadt in der Region des Mekong-Deltas.

Sông Cần Thơ. Im Hintergrund Cần Thơ-Brücke über den Sông Hậu
Munirensay Pagoda
Für umgerechnet gerade einmal 60 Cent gab es leckere Nudelsuppe in einer der vielen Straßenküchen.

Zu einer Reise ins Mekong-Delta gehört der Besuch einer der schwimmenden Märkte.
Früh Aufstehen ist Pflicht. Gegen 5:30 Uhr stiegen wir in das kleine Boot am nur wenige Meter vom Hotel entfernten Anleger. Nach ca 1h erreichten wir den Markt von Cai Rang:

Markt von Cai Rang

Während einer anschließenden Rast hatten wir Gelegenheit uns die Produktion von Reisblättern anzuschauen:

Der Reisteig wird auf Leinentüchern gedämpft...
...und anschließend getrocknet

Da wir die längst mögliche Tour gebucht hatten, ging es im Anschluss noch einige Stunden durch Seitenarme und Mangrovenwälder des Flusses. Dieser Teil birgt nur noch wenig Abwechslung und wird etwas lang. Trotzdem eine tolle Landschaft.

Mit so einem Boot waren auch wir unterwegs...

Da der Wasserstand hier sehr niedrig war, verfing sich immer wieder Abfall in der Schiffsschraube und zog die Fahrt in die Länge.
Schließlich legten wir fast 9h später gegen 14:30 Uhr wieder am Startpunkt der Tour an.

Im Nachtzug von Ho-Chi-Minh nach Nha Trang

Für den Rückweg von Cần Thơ nahmen wir zunächst wieder den Bus bis Ho-Chi-Minh, spazierten noch ein wenig durchs Stadtzentrum und nahmen dann am Abend den Nachtzug nach Nha Trang.

Das Bussystem im Vietnam ist gut ausgebaut. Die Strecke Ho-Chi-Minh - Cần Thơ (ca 3h) kostet umgerechnet gerade einmal 4 Euro. Tickets lassen sich meist am einfachsten direkt an der Hotelrezeption reservieren und man bekommt gleich noch den Transfer zur Busstation organisiert.

Für längere Fahrten dagegen lohnt sich ein Nachtzug. Hanoi und Ho-Chi-Minh sind über eine rund 1700 km lange Bahnstrecke miteinander verbunden. Die Züge halten an vielen touristisch interessanten Zielen. Tickets buchten wir online per Kreditkarte über baolau.com (Kosten: z.B. von Ho-Chi-Minh nach Nha Trang oder die Weiterfahrt nach Da Nang jeweils umgerechnet ca 20 Euro p.P. im Soft-Sleeper)

4-Bett Kabine (Soft Sleep)

Strand von Nha Trang gegen 6 Uhr am Morgen: Während unzählige Vietnamesen um uns herum ihr Fitnessprogramm absolvieren, betrachten wir den Sonnenaufgang.

Sonnenaufgang Nha Trang

Nha Trang

Nha Trang gilt mit seinen Wassersport- und Freizeitmöglichkeiten als touristisches Zentrum Vietnams und erscheint uns das typische Ziel russischer Touristen zu sein. An vielen Geschäften ist kyrillische Schrift zu sehen und die Touristenbüros scheinen sich auf entsprechende Kundschaft spezialisiert zu haben. Aber auch ein German Beergarden und Currywurst sind zu finden. Etwas zu sehr touristisch. Die typischen Garküchen findet man im Zentrum weniger.
Die Stadt selbst zeigt sich moderner als unsere bisherigen Ziele. An vielen Stellen wachsen gerade weitere Hotelkomplexe in die Höhe.
Wer ein wenig Sightseeing machen möchte, kann zu Fuß entlang der Promenade oder per Taxi einen Ausflug zur Tempelanlage Po Nagar machen und den Fischerhafen in der Nähe besuchen.

Strandpromenade in Nha Trang
Blick von unserem Balkon in Nha Trang

Wir haben außerdem bei einer lokalen Tauchschule (Rainbow Divers) eine Schnorcheltour gebucht (erschien uns besser als die vergleichbaren Angebote der lokalen Touristenbüros zu nehmen).
Nach zwei Übernachtungen verließen wir Nha Trang wieder mit dem Nachtzug (Abfahrt 21:30 Uhr). Diesmal mit dem Ziel Đà Nẵng. Dort kommen wir ca 11h später an und fahren mit dem Bus noch ein kleines Stück weiter in die Küstenstadt Hội An.

Hội An

Japanische Brücke

In Hội An bleiben wir vier Nächte. Trotz der Menge Touristen, die gerade in den Nachmittags- und frühen Abendstunden die Altstadt bevölkert, gefällt mir die Stadt bislang am besten von unserer Vietnamreise. Alles ist kleiner und weniger hektisch. Die Altstadt, in der den Großteil des Tages keine motorisierten Fahrzeuge fahren dürfen, besteht aus Bauten des 15. bis 19. Jahrhunderts und ist von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Überall kann man sich Souvenirs kaufen oder in Restaurants sitzen.
Besonders schön erscheint die Stadt in den Abendstunden, wenn tausende bunter Lampions die Straßen erhellen.

Hội An
Altstadt
Night-Market
Kochen auf Vietnamesisch

Mehrere Restaurants in Hội An bieten Kochkurse an. Wir hatten uns in Nha Trang bereits telefonisch für einen Kurs bei der Red Bridge Cooking School angemeldet. Mit 33$ zweifelsohne einer der teuersten. Allerdings erwartet einen auch ein perfekt organisierter Tag: Begrüßungsgetränk, Rundgang über den Markt mit vielen Infos zu einheimischen Produkten, kleine Bootsfahrt zur Kochschule und Kochen natürlich auch.

Kochkurs

Vorher ein Gang über den Markt:

Markt in Hội An
Fischmarkt
Marble Mountains, Monkey Mountains und Hai-Van-Pass

Schon kurz vor unserer Ankunft an den Marble Mountains ist zweifellos erkennbar, dass wir bald da sind. Unzählige Steinhauer, die ihre Skulpturen entlang der Straße präsentieren, säumen unseren Weg.
Die 5 Marmorberge bei Đà Nẵng sind buddhistische Stätten. Jedem Element ist ein eigener Berg gewidmet: Kim (metal), Thuy (water), Moc (wood), Hoa (fire) und Tho (earth). Wir besuchen den Berg Thuy (der größte und touristisch interessanteste Berg). Höhlen mit großen Skulpturen, Tempel und mehr. Die Berge sind auch heute noch Wallfahrtsorte.

Nach dem Aufstieg über eine große Treppe, wird man von einer riesigen Buddhastatue begrüßt
Eine der vielen Pagoden auf dem Berg
Szene in einer der Höhlen
Blick vom Gipfel auf die anderen Marmorberge
Beeindruckende Höhle als Versammlungsraum

Wir hatten uns zu viert ein private car in einem Touristenbüro in Hội An gebucht. Nachdem unser Fahrer geduldig auf unsere Rückkehr gewartet hatte, ging die Fahrt weiter Richtung Son Tra Peninsula (bekannt als Monkey Mountain).
Auf der Berg, an dem mittlerweile keine Affen mehr leben, steht eine 67m hohe Buddhastatue (Lady Buddha Da Nang) umgeben von einer großen Pagode (Linh Ung Pagoda). Von dem knapp 700m hohem Berg hat man zudem einen tollen Blick über Đà Nẵng.

Lady Buddha Da Nang
Linh Ung Pagoda

Bevor uns unsere Fahrt zurück zum Hotel brachte, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Wolkenpass (Hai-Van-Pass), der die Wetterscheide zwischen Norden und Süden Vietnams bildet. Er trennt das tropische Klima des Südens mit dem tropischen Wechselklima des Nordens.
Bei guter Sicht hat man von oben nochmal einen weiten Blick über das Land.

Blick vom Hai-Van-Pass
Mỹ Sơn

ist ein beliebtes Ausflugsziel von Hội An aus. Die Tempelstadt der Cham entstand in mehreren Etappen in der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends. Leider wurde im Vietnamkrieg der größte Teil der 70 erfassten Tempel zerstört, so dass heute nur noch die Reste von gut 20 Tempeln besichtigt werden können.
Wir hatten uns wieder ein private car mit Fahrer gemietet, der uns nach Mỹ Sơn brachte. Dort zahlten wir den Eintritt von 150k dong pro Person (ca. 6 Euro) und buchten uns einen Guide für eine gut einstündige Führung (4 Euro für die ganze Gruppe).

Huế

Vietnams Kaiserstadt empfing uns mit leichtem Regen - typisch für das feucht-tropische Klima. Nachdem wir die knapp 4h Fahrt in einem “Liege-Bus” hinter uns gebracht hatten, kamen wir am Mittag im Hotel an.

Tor zur Zitadelle in Huế

Huế war von 1802 bis 1945 die Hauptstadt Vietnams und beherbergte in der Zitadelle im Zentrum der Stadt den Kaiserpalast, der nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking nachempfunden ist.
Für 150.000 Dong pro Person spazierten wir am Nachmittag durch die Palastanlagen und probierten im Anschluss noch die lokalen Spezialitäten der Stadt.

Morgen Mittag geht es mit dem Bus weiter nach Phong Nha, um den Nationalpark dort zu besuchen.
Wer, anders als wir, noch einen weiteren Tag in Huế verbringen will, kann sich zudem noch zwei Pagoden, sowie die etwas weiter flussaufwärts gelegenen Grabmäler von Kaisern der Nguyen-Dynastie ansehen.

Phong Nha

Knapp 4h nachdem wir am Mittag in Huế in den kleinen Bus gestiegen waren, bogen wir von der Hauptstraße links ab und erreichten den kleinen Ort Phong Nha wo wir für die kommende Nacht ein Hotel gebucht hatten.
Rechts im Berg sehen wir schon in großen weißen Lettern “Phong Nha-Ke Bang”. Der Nationalpark ist unser Ziel für den morgigen Tag, bevor wir am Abend in Dong Hoi wieder in den Nachtzug steigen werden.

Der Nationalpark Phong Nha-Kẻ Bàng ist neben seiner Flora und Fauna insbesondere bekannt für seine zahlreichen Höhlen mit teils beeindruckenden Ausmaßen und unterirdischen Flüssen.
Phong Nha selbst wirkt gemütlich. Typischer Backpacker-Tourismus. Über die einzige Hauptstraße rollt vergleichsweise wenig Verkehr. Es gibt einige Hostels und kleine Hotels, daneben nette Bars und Restaurants. Wie wir später erfahren sind wir aber auch in der Nebensaison da.
Wir lassen den Abend nach unserer Ankunft im Phong Nha Bamboo Cafe ausklingen. Gemütliches Ambiente, nette Bedienung und sehr gutes Essen. Empfehlenswert!

Paradise Cave und Phong Nha Cave

Wir werden um 9 Uhr morgens mit einem kleinen Bus am Hotel abgeholt. Eine kleine Gruppe (10 Personen).
Den Besuch des Nationalparks buchten wir am Abend zuvor als organisierte Tour im Hotel. Für die beiden Höhlen hätten wir ohnehin Eintritt zahlen müssen. Außerdem werden wir nach der Tour direkt nach Dong Hoi mitgenommen und müssen uns nicht noch um eine andere Fahrmöglichkeit kümmern.

Bereits die Landschaft auf der Fahrt ist sehenswert. Nach ca 25 min erreichen wir die Paradise Cave (Thiên-Đường-Höhle). Sie ist die längste Höhle im Nationalpark (31km) und ist teilweise bis zu 100m hoch und 150m breit. Wenn man keine Adventuretour gebucht hat, geht man ca. 1km über Holzstege und Treppen in die Höhle und den gleichen Weg wieder zurück. Im Inneren bietet die Höhle eine Vielzahl von beeindruckenden Tropfsteinformationen.

Paradise Cave

Zurück in Phong Nha bekommen wir ein Lunch im Tourismuscenter und steigen anschließend in ein Boot, um die wenige Kilometer entfernte Phong Nha Cave zu besichtigen. Das Boot fährt direkt durch die Höhle. Lediglich am Ende steigen wir für wenige hundert Meter aus und spazieren noch ein wenig durch die bizarren Steinformationen. Die Höhle ist etwas kleiner, gefällt mir aber noch besser als die Paradise Cave.
Übrigens, wer hier eine Adventuretour bucht, kann mit einem Kajak noch weiter in die Höhle reinfahren (haben wir leider nicht gewusst).

Fahrt zur Phong Nha Cave
Phong Nha Cave

Nachdem wir im Hotel unser Gepäck abgeholt hatten, brachte uns der kleine Bus gegen 17 Uhr zum Bahnhof ins 50km entfernte Dong Hoi. Von hier hatten wir den Nachtzug um 0:49 Uhr gebucht, der uns mit ca. 9h Fahrzeit weiter nach Ninh Binh bringen würde.

Die verbleibenden Stunden bis zur Abfahrt des Zuges in Dong Hoi verbrachten wir zum großen Teil im Tree Hugger Cafe. Ein mit Liebe zum Detail eingerichtetes Cafe, nette Bedienung, WiFi und exzellente Speisen und Getränke bescherten uns einige sehr gemütliche Stunden vor unserer Weiterreise.

Tam Coc

Angekommen am Bahnhof Ninh Binh fahren wir per Taxi sofort weiter ins etwa 5 km entfernte, etwas abseits gelegene Tam Coc.
Der Ort besteht hauptsächlich aus einer größeren Straße, wo sich Hostels, (meist mäßige) Restaurants und billige Souvenirläden aneinander reihen. Alles, wie wir später erfahren werden, erst in den letzten paar Jahren entstanden. Die negative Seite des boomenden Vietnamtourismus. Meidet man aber entsprechende Bereiche und begibt sich abseits der Hauptstraße in die Reisfelder, kann man die einzigartige Landschaft genießen.
Wir quartieren uns für drei Nächte im Tam Coc Bamboo ein. Das Hostel (Homestay) liegt ca. 300m in einer kleinen Seitenstraße und somit abseits der lauten Hauptstraße.

Bootsanleger in Tam Coc
Bootsfahrt Tam Coc

Am Nachmittag machen wir eine Bootstour vom Anleger in Tam Coc. In kleinen Ruderbooten werden wir zu zweit knapp 2h lang durch Felsformationen und Reisfelder gefahren. Alles ist etwas überlaufen. Mit uns sind mehrere Busladungen überwiegend asiatischer Reisegruppen angekommen und alle werden eilig auf die unzähligen kleinen Boote verteilt. Die Fahrt selbst ist schön, mit 380.000 Dong für 2 Personen aber auch sehr teuer. Zudem wird unterwegs versucht über den Verkauf von Waren und teils penetrantes Fordern von Trinkgeld weiteren Gewinn zu machen. Schade.
Tipp: Besser lässt sich die Landschaft gemütlich vom Fahrrad aus genießen.

Fahrradtour um Tam Coc

Die beste Art Tam Coc zu erkunden ist mit dem Fahrrad durch die Reisfelder, fernab der Touristenströme zu fahren.
Viele Wege zwischen den Feldern sind befahrbar und mit etwas ausprobieren, eventuell mal Umkehren, kommt man am Ende auch abseits der Straße zu seinem Ziel.
Wir besuchen zuerst die Bich Dong Pagode, die auf mehreren Ebenen in einen Fels gebaut ist. Sie liegt nur wenige Kilometer westlich von Tam Coc.

Bich Dong Pagode

Anschließend geht es zur Mua Cave (Nord-östlich). Während die kleine Höhle weniger spektakulär ist, führen nebendran ca. 500 Stufen den Berg hinauf. Von dort hat man einen grandiosen Blick über das Umland. Hier zahlt man allerdings 100.000 Dong Eintritt.

Die lange Treppe auf den Berg lohnt sich
Blick von oben

Schließlich fahren wir wieder durch die Felder vorbei am Thai Vi Temple, der gerade noch im Bau ist, wieder nach Tam Coc.

Thai Vi Temple
Cuc Phuong Nationalpark

Der Cuc Phuong Nationalpark ist circa eine Autostunde von Tam Coc entfernt und ein schöner Tagesausflug. Die angebotenen Touren mit Transfer, Eintritt und Lunch (um 50$/Person) sind jedoch vollkommen überteuert. Wir buchen uns für 45$ zu viert ein Privatauto mit Fahrer, der uns zum Park fährt. Die Eintrittspreise in den Park liegen bei nicht einmal 100.000 Dong pro Person.

Am Eingang des Parks bekommen wir eine kleine Führung durch eine Auffangstation für Affen. Danach fahren wir weitere 20 km mit unserem Auto ins Zentrum des Nationalparks und machen dort eine kleine Wanderung durch den dicht bewachsenen Wald.

Affenauffangstation im Nationalpark
Wanderung durch den Cuc Phuong Nationalpark

Mai Chau

Die Busfahrt, die wir in Tam Coc für unsere Weiterfahrt buchten, brachte uns mit öffentlichen Bussen (Umstieg in Hoa Binh) in ca. 6h nach Mai Chau. Hier nehmen wir uns für 4 Nächte ein Zimmer in einem Gästehaus, bevor wir im Anschluss nach Hanoi unserem letzten Ziel der Reise aufbrechen werden.

Mai Chau liegt in den Bergen. Die Reisfelder sind, zumindest an den Hängen, in Terrassen angelegt (ähnlich, wie man es in groß von Bildern aus Sapa kennt).
Es ist ruhig, weniger touristisch als in Tam Coc und eine gute Option, um in der Nähe von Hanoi (ca. 4-5 Stunden Fahrt entfernt) noch ein paar ruhige Tage zu verbringen.
Neben Hội An hat es mir hier bislang am besten gefallen. Im kleinen Dorf Ban Lac, unweit der Hauptstraße gibt es eine Vielzahl an Homestays, um eine Unterkunft für ein paar Tage oder aber auch einfach nur um etwas zu Trinken und zu Essen zu bekommen.

Webwaren u.a. in Ban Lac

Typisch für die Region sind zum einen die Pfahlbauweise, in der die Bewohner der Dörfer ihre Häuser errichten und zum anderen die Weberei. In Ban Lac kann man an unzähligen Stellen (neben vereinzelt angebotener Fabrikware) Schals, Teppiche etc. erwerben, die von den Bewohnern auf alten Webstühlen hergestellt werden.
Die Gegend lässt sich am besten wieder mit dem Rad erkunden. Fahrräder bekommt man im Dorf für ca 2$/Tag.

Nochmal eine etwas andere Landschaft. Reisanbau in Terrassen.
Mit dem Fahrrad zu den verschiedenen Dörfern
Im Kajak auf dem Hoa Binh Lake

Zum Abschluss in Mai Chau machen wir noch eine Kajaktour. Für zwar vergleichsweise teure 36$/Person buchten wir den Ausflug bei der Mai Chau Lodge, der sein Geld aber wert ist.
Wir fahren am Morgen mit einem kleinen Bus von Mai Chau Richtung Norden zum Hoa Binh Lake. Der Damm des Stausees, der 1994 fertiggestellt wurde, staut das Wasser des Black River auf einer Fläche von ca. 200 km². Der See wird zur Energiegewinnung und als Trinkwasserresevoir genutzt.
Am See bekommen wir unsere Ausrüstung (2er Kajaks) und los gehts.
Wir sind fast die einzigen auf dem See. Der Nebel wird sich nicht mehr richtig verziehen, aber auch so hat die Landschaft eine ganz besondere Stimmung:

Kajak auf dem Hoa Binh Lake.

Hanoi

Die letzten beiden Nächte vor unserer Rückkehr nach Deutschland verbringen wir in Vietnams Hauptstadt. Unser Hostel liegt direkt am Rande des Old Quarter.
Wir machen einen Spaziergang um den Hoan-Kiem-See und streifen ein wenig durch die Straßen der Old Town. Etwas ungewohnt wieder den lauten hupenden Verkehr und die Menge an Menschen um sich zu haben nach den beschaulichen Tagen in Mai Chau.

Kirschblütenfest

Wir besuchen am ersten Tag das Thang Long Water Puppet Theatre, wo wir in einer 50 minütigen Vorstellung verschiedene Szenen mit kämpfenden Drachen und anderen Tierwesen, sowie Motive aus dem Alltag von Bauern und Fischern dargebotenen bekommen. Alles begleitet von traditioneller vietnamesischer Musik.
Ebenfalls empfehlenswert ist der Besuch des ethnologischen Museums Hanoi, wo wir den Morgen vor unserer Abreise verbringen. Es liegt etwas Abseits, ist aber gut per Taxi zu erreichen. Neben einer Ausstellung zu den verschiedenen Völkern Vietnams, kann man im Außenbereich viele typische, in originalgröße aufgebaute Häuser besichtigen.

National Assembly Building
Ethnologisches Museum von Vietnam
Pfahlhaus im Außenbereich des Museum
Am Abend...
Straße Tạ Hiện

Das Nachtleben kann man sehr gut in der Straße Tạ Hiện erleben, wo wir am ersten Abend auf dem Weg zum Hostel zufällig vorbeikommen. Keine Fahrzeuge, dafür unzählige Garküchen auf der Straße und viele nette Bars, die ebenfalls Sitzmöglichkeiten auf der Straße anbieten. Alternativ empfiehlt sich ein Streifzug durchs Backpackerviertel mit seinen vielen Restaurants. Rund um die St. Joseph Cathedral kann man sich gut im oberen Geschoss auf den Balkon eines Cafes setzen.

Bahnlinie in Hanoi

Damit endet dann auch unsere Reise durch den südostasiatischen Küstenstaat. 24 Tage waren wir insgesamt im Vietnam unterwegs. Von Süd nach Nord.
Wir fliegen die Nacht und werden morgen gegen 10 Uhr Ortszeit wieder in Köln landen.


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